Teezeremonie

Mitte September folgten neun Menschen der Einladung im Gemeinschaftsgarten einer Teezeremonie, wie man sie aus Japan kennt, beizuwohnen. Da nur ein wirklicher Teemeister eine Teezeremonie durchführen darf, näherten wir uns im Dialog dem Ablauf, der Durchführung und der Bedeutung dieser meditativ-sinnlichen Zeremonie und durften den echten Tee kosten.
Um mehr über grünen Tee zu erfahren, hatten wir eine Referentin in die Annalinde eingeladen, Andrea Ankyo Seppi, die einige Jahre in Japan gelebt hat und uns durch ihren Hintergrund in die Welt von Matcha, Kabuse und Sencha entführte.

Zu Anfang bekamen wir einen Einblick in die Zubereitung von pulverisiertem Grüntee und verkosteten zwei Sorten des süßlich-herben Getränks. Während der Verkostung des sog. „grünen Mokkas“ gab es genügend Raum, mehr über den Weg des Tees (Chado) und seine ritualisierte Form des Trinkens (Chanoyu) zu erfahren. Im Anschluss gab es drei Aufgüsse von einem Sencha und zwei chinesische Teesorten zu verkosten. Oolong-Tee und ein weißer Tee standen zur Auswahl. Die japanischen Tees stammen aus einer Spende von der Firma Keiko, die chinesischen sind im exquisiten chinesischen Teehaus im Leipziger Osten (Konfuzius-Teegarten) während einer Teevorführung vorgekostet und dann erworben worden. Besonders schön war, dass die einzelnen Tees in echtem japanischem bzw. chinesischem Geschirr gereicht wurden und Schlürfen als Zeichen von Genuss durchaus erwünscht ist. Da uns ein Sommerregen heimsuchte, fand die Veranstaltung in der Sommerküche statt, welche eine besondere Atmosphäre entstehen ließ, vielleicht ähnlich wie in einem richtigen japanischen Teegarten und dem Teehaus, wo sich Innen- und Außenraum auf unvergleichliche Weise verbindet.

Wir hoffen, allen Teilnehmerinnen mit dieser Veranstaltung etwas Gutes getan zu haben! Auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr!